Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Nächste Sitzung

 Dienstag, 
 24. September
 um 20 Uhr im
 Gemeindezentrum

Jahreslosung

Suche Frieden und jage ihm nach!

   Psalm 34, 15

 

Zehn Jahre Auferstehungskirche
und Gemeindezentrum in Wolnzach

Zehn Jahre Auferstehungskirche! In der Rückschau verklärt sich so manches. Und in
der Erinnerung bleiben die positiven Erlebnisse und Ereignisse eindrücklicher,
lebhafter und noch positiver im Gedächtnis haften, als sie tatsächlich waren.

 

 

 

In der Tat: alle Ärgernisse, Hindernisse, Enttäuschungen, Fehleinschätzungen, ja sogar Fehlplanungen verblassen angesichts der positiven Erlebnisse und Ereignisse rund um die Auferstehungskirche und des zu ihr gehörenden Gemeindezentrums. Zehn Jahre, eine kurze Zeit und doch eine ganze Dekade. Zehn Jahre, das ist der gleiche Zeitraum wie zwischen den ersten Überlegungen (1997) und der Grundsteinlegung (2007).

Zehn Jahre von den ersten Überlegungen bis zum Baubeginn

Zehn Jahre, das ist die Zeitspanne, die ein Pfarrer in einer Gemeinde bleiben soll bis zum Wechsel. Ich bin Gott und unserer Gemeinde, den Gemeinde-gliedern und dem Kirchenvorstand dankbar, dass sie bei mir da eine Ausnahme gemacht haben. Denn ich genieße die Arbeit in der Auferstehungskirche und mit den Menschen in unserer Gemeinde sehr und hoffe, dass das auch so bleiben möge.

Viele Grußworte gab es damals zur Einweihung der Auferstehungskirche am Sonntag Lätare, am 2. März 2008. Der damalige Landesbischof Dr. Johannes Friedrich schrieb: »Ich wünsche der Gemeinde, dass sie nicht nur neue Räume hat, sondern dass sich in ihnen ein lebendiges Gemeindeleben entwickelt.« Man kann nur sagen: das ist voll und ganz eingetreten.
Welch prophetische Weitsicht!

Der Regensburger Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss erinnert sich noch heute gerne an die beiden in Wolnzach bezeichnenderweise nicht vorhandenen Merkmale evangelischer Kirchen in Oberbayern: Ortsrand- und Hanglage. Nein, mitten im Ort und an prominenter Stelle.

»Mittendrin und nahe bei den Menschen« war dann auch das Stichwort den Dekans aus Ingolstadt, Thomas Schwarz. Er hat damit die gute Nachbarschaft, Zusammenarbeit, ja Freundschaft gemeint, die die evangelischen Christinnen und Christen mit ihren katholischen Geschwistern bis heute verbindet, und auch die Hochachtung und den Respekt zwischen politischer und kirchlicher Gemeinde.

Gelebte Ökumene

Wie gut die Ökumene war und ist, kann man allein schon an der Tatsache ablesen, dass die katholischen Geschwister eine der Glocken gespendet haben, die ja auch am Sonntag Lätare, allerdings am 22. März 2009, nur ein Jahr nach der Einweihung der Kirche ebenfalls geweiht werden konnten. Und dass die Geläute der in Sichtweite stehenden beiden Kirchtürme harmonisch zusammenklingen, ist ein tagtäglich hörbarer Beweis fortbestehend guter Beziehungen.

Mir persönlich wichtig ist und bleibt, zwei Menschen dankbar zu sein, ohne deren Kreativität, Weitsicht und Unkompliziertheit die Auferstehungskirche gar nicht oder jedenfalls nicht an diesem Ort stehen würde: Wolfgang Zwack, der damalige Kämmerer, und Josef Schäch, der damalige Bürgermeister. Was auch immer der Lauf der Zeit mit sich gebracht hat und wie auch immer die einzelnen Menschen dazu stehen mögen, das Verdienst der beiden um die Auferstehungskirche und das Gemeindezentrum darf nicht gering geschätzt oder gar vergessen werden. Und auch wenn es unfair ist, zwei namentlich herauszuheben, wo doch so viele mit Engagement und Herzblut bei der Sache waren, die Beiden waren und bleiben das Initial des Neubaus.

Ein paar Zahlen sollen den Bau und seine Bedeutung plastisch werden lassen:

Rund zwei Millionen Euro hat der Bau gekostet. Die Hälfte stammt von der Landeskirche, die andere Hälfte hat die Kirchengemeinde selbst aufgebracht. Dabei wurde sie von der Marktgemeinde mit 300.000 Euro (Zuschuss und Ausgleich für die geringere Fläche beim Grundstückstausch) unterstützt. Bis heute gibt es natürlich Folgekosten in Form von Ausstattung, Instandhaltung und Reparaturen.

Über 80.000 Euro hat der seit Juli 2004 bestehende Förderverein beigesteuert. Das meiste davon erst nach der Einweihung. Daran wird deutlich, wie wichtig und richtig es war und ist, den Verein mit der Einweihung nicht aufzulösen.

Am 4. Dezember 1996 feierte die alte Wolnzacher evangelische Kirche ihr 30-jähriges Bestehen. Noch nicht einmal zu einem Namen hat es dieses Provisorium gebracht.

Im Folgejahr 1997 begannen die ersten Überlegungen für einem »Ersatzbau«, da ein Neubau von der Landeskirche als »illusorisch« bezeichnet wurde.

2002 kam eine kategorische Absage irgendwelcher landeskirchlichen Unterstützungen. Trotzdem hat die Landeskirche den Grundstückskauf an der Glandergasse (heute: Zwergerlakademie) finanziert. Die Gemeinde hatte nur die Erschließungskosten zu tragen.

2003 wurde das Projekt im allerkleinsten Kreis weiter verfolgt: Roland Gronau, Kreisbaumeister a.D. und damals Kirchenvorsteher, Peter Bergweiler, Architekt aus Wolnzach, Harald Hein, Kirchenbaudirektor im Landeskirchenamt und Michael Baldeweg als Ortspfarrer.

2004 gründete sich im Juli nach einem Projekttag ein Förderverein, der bis heute besteht, aktuell immer noch 51 Mitglieder hat und von Claudia Karg als Vorsitzender vertreten und zusammengehalten wird.

2005 fand ein beschränkter Architektenwettbewerb statt. Sechs ausgewählte Büros waren eingeladen und der Entwurf des Büros Claus+Forster, München kam dann zur Ausführung.

2006 kam die Umplanung des neuen Standorts von der Glandergasse in die Klosterstraße. Damals ein äußerst problematischer Schritt, der sehr, sehr viel Überzeugungskraft bei allen Verantwortlichen brauchte: Pfarrer, Kirchenvorstand, Dekanat, Landeskirche. Heute aber wäre ein anderer Platz völlig unvorstellbar.

2007, am 13. März fand der erste Spatenstich statt, am 27. April die Grundsteinlegung und dann der Ausbau, de

ssen Höhepunkt für viele das Aufstellen des Turms am 20. Dezember war.

Dass die Einweihung nicht am 2. Advent 2007, dem 41. Jahrestag der alten Kirche gefeiert werden konnte, sondern erst am 2. März 2008, schien damals ärgerlich. Heute ist es ein Zeichen der Führung Gottes. Könnte es einen besseren Sonntag geben als den Sonntag Lätare?

»Freuet euch! Und abermals sage ich: Freuet euch!« (Phil 4,4). (M. Baldeweg)